Share International, April 2025

SI Cover 2025

Die deutsche Online-Ausgabe der internationalen Zeitschrift Share International enthält einen Artikel von Benjamin Cremes Meister, Beiträge zu aktuellen Themen von unseren eigenen Korrespondenten sowie eine Fotoauswahl von „Zeichen der Hoffnung“, die anderen, früher von Benjamin Cremes Meister bestätigten wundersamen Phänomenen ähneln oder für sich sprechen. Darüber hinaus stellt die Online-Ausgabe in der Regel ausgewählte Erfahrungsberichte von Leserinnen und Lesern vor und bringt nicht zuletzt einige Fragen mit Antworten von Benjamin Creme.



Seit der ersten Ausgabe der Zeitschrift Share International hat Benjamin Cremes Meister fast 40 Jahre lang zu jeder Ausgabe einen Artikel beigetragen. Diese sollten auch wiederholt, der jeweiligen Weltsituation entsprechend, veröffentlicht werden.

von Meister –, übermittelt von Benjamin Creme

Keines der vielen Probleme, die der Menschheit zu schaffen machen, ist so groß wie das der Verblendung. Sie ist die Ursache all unserer Schwierigkeiten und Gefahren und hält die überwiegende Mehrheit der Menschheit in ihrem Bann. Sie ist der eigentliche Grund für alle Differenzen und Schranken und die Quelle aller Leiden und Schmerzen. Sie hat ihre Wurzeln in uralten Zeiten und hat mit wenigen Ausnahmen alle in ihrer Macht.

Verblendung entsteht im Sinnes- und Gefühlsapparat, dem Emotional- oder Astralkörper des Menschen, und durch eine Identifikation mit dessen Bewegungen. Durch diese falsche Identifikation mit seinen Gefühlen und Emotionen – seiner Wunschnatur – hat der Mensch sich im dichten Nebel der Illusion und des Unwirklichen verloren. Die meisten Menschen befinden sich ein Leben lang im Zustand der Verblendung. Verblendung ist Illusion auf der Gefühlsebene und stellt das größte Hindernis für die Weiterentwicklung des Einzelnen sowie der gesamten Menschheit dar. Sie verstellt dem Unbesonnenen mit zahllosen falschen Vorstellungen den Weg. Weder der noch so hochgesinnte Idealist (gerade er ist meist besonders anfällig dafür) noch der härteste Zyniker sind von ihrem Einfluss frei.

Um Verblendung bewältigen zu können, muss die Menschheit deren Mechanismus erkennen, der die zentrale Irrlehre – dass wir voneinander getrennte Einzelwesen sind – geschaffen hat und aufrechterhält. Alles, was dahin tendiert, das Bedürfnis nach Abgrenzung zu verstärken, beruht auf Verblendung, und alles, was diese Irrlehre untergraben kann, trägt zu ihrem Abbau bei. Der Verblendung wohnt die Vorstellung inne, dass die Wünsche des Menschen real und daher berechtigt, gültig und sinnvoll sind. In Wahrheit sind sie die Ursache allen Unglücks – und nicht wirklicher und nicht weniger vergänglich als eine Fata Morgana in der Wüste.

Der wohlmeinende Aspirant trübt sein Tun mit dem Wunsch nach Vollendung. Der Idealist meint, sein Ideal sei für vernünftige Menschen das einzig Richtige. Immer wieder sehen wir, wie Staaten sich, von absurdem nationalem Stolz getrieben, Maßnahmen ergreifen, die gegen die Interessen des Volkes gerichtet sind. Diese Mechanismen der Verblendung sind das Produkt von Wünschen – nach Macht und Befriedigung des Ehrgeizes. Das Licht wissenschaftlicher Erkenntnis hat die Welt zwar von einigen alten Verblendungen befreit, stattdessen aber andere geschaffen: Die Verblendung, Besitz anzusammeln, hält die halbe Welt in ihrem Bann, während die andere Hälfte hungert und in Armut und Elend umkommt.

Schließlich wird sich die Menschheit durch diese Phase hindurcharbeiten und ein besseres Wahrnehmungsvermögen für die Realität entwickeln. Die unzähligen Verblendungen, die heute die Menschheit noch belasten, werden sich eines Tages im Licht der Seele auflösen, das sich im Laufe des neuen Zeitalters im Menschen manifestieren wird. Doch gegenwärtig befinden wir uns noch in einer Zeit, wo neuartige Energien auf das menschliche Leben einwirken und viel Bestürzung und Verwirrung auslösen. Durch die derzeit erhöhte Anspannung wird die Verblendung von Angst und Zerstörung begünstigt und gefördert und schlägt sich in Gewalt jeder Art nieder.

Was kann getan werden, um die Menschheit von dieser alten Knechtschaft zu befreien, die zum Teil ein Aspekt der Materie ist? Wie kann sich der Mensch von falscher Identifikation und von der Tyrannei seiner selbst geschaffenen Denkformen befreien? Die Antwort liegt in der Verlagerung des Fokus vom Ich zur Gruppe, in einer deutlicheren Identifizierung mit der Seele und ihrer Beziehung zu allen Seelen. Das Licht der Seele, wirksam durch das Denken, ist der große Zerstreuer der Verblendung; schon vor langer Zeit lehrte Buddha die Überwindung der Wunschnatur: den edlen Mittelweg zwischen den Gegensatzpaaren. Im Licht der Seele wird die grundsätzliche Einheit erkannt, die astralen Wellen legen sich, und der Aspirant steht vor dem Tor der Einweihung.
(Share International, April 1984)

Diese Artikel stammen von einem älteren Mitglied der Hierarchie der Meister der Weisheit. Sein Name kann aus verschiedenen Gründen noch nicht veröffentlicht werden, nur so viel, dass er esoterischen Kreisen vertraut ist. Benjamin Creme stand mit ihm in ständigem telepathischem Kontakt und erhielt die Artikel dieses Meisters per Diktat.
Weitere Artikel dieses Meisters


Energie, ätherische, kosmische Energien – die Welt ist heute vertraut mit der Vorstellung von Energie. Es verblüfft niemanden mehr zu hören: „Alles ist Energie. Im gesamten Kosmos gibt es nichts als Energie.“ Die Erkenntnisse der modernen Wissenschaft und die Esoterik beginnen Gemeinsamkeiten zu finden – auch wenn sie noch nicht die Sprache des anderen sprechen. Das Thema von Energie und Leben oder Seele im Gegensatz zu dichter Materie und Materialismus ist ein Schwerpunkt dieser Aprilausgabe, während wir uns dem Osterfest nähern, das die Auferstehung aus der Materie in das Leben des Geistes symbolisiert.

Die Zusammenstellung spiegelt Einsichten und Erkenntnisse wider, die Benjamin Cremes Meister in seinem Artikel über „Verblendung“ vermittelt und in dem er beschreibt, wie die Menschheit ihre eigene Natur missversteht: „Durch diese falsche Identifikation mit seinen Gefühlen und Emotionen – seiner Wunschnatur – hat der Mensch sich im dichten Nebel der Illusion und des Unwirklichen verloren. […] Alles, was dahin tendiert, das Bedürfnis nach Abgrenzung zu verstärken, beruht auf Verblendung, und alles, was diese Irrlehre untergraben kann, trägt zu ihrem Abbau bei.“ Die Relevanz dieses Artikels für unsere Zeit ist offensichtlich. „Immer wieder sehen wir, wie Staaten sich, von absurdem nationalem Stolz getrieben, Maßnahmen ergreifen, die gegen die Interessen des Volkes gerichtet sind. Diese Mechanismen der Verblendung sind das Produkt von Wünschen – nach Macht und Befriedigung des Ehrgeizes. Das Licht wissenschaftlicher Erkenntnis hat die Welt zwar von einigen alten Verblendungen befreit, stattdessen aber andere geschaffen: Die Verblendung, Besitz anzusammeln, hält die halbe Welt in ihrem Bann, während die andere Hälfte hungert und in Armut und Elend umkommt.“

Die Zusammenstellung „Der Triumph der Seele über den Materialismus“ befasst sich mit demselben Problem und betont die dringende Notwendigkeit, dass die Seele die Oberhand über die Persönlichkeit oder das Formleben gewinnt, um das Individuum und die Menschheit insgesamt von der Verblendung des Separatismus und Materialismus zu befreien. Das Licht der Seele muss sich schließlich, aber stetig und schnell durchsetzen, damit die Menschheit vorankommt. Benjamin Creme zitierte Maitreya mit einer weiteren Lehre und einer Erklärung, wie dies erreicht werden kann: „‚Um mit dem Selbst in Kontakt zu kommen, müssen drei Dinge praktiziert werden: Ehrlichkeit im Denken, Aufrichtigkeit im Geist und Gelassenheit.‘ Auf diese Weise werden wir uns allmählich bewusst, wer wir in Wirklichkeit sind: Gott. Die Menschen nennen es auch Gottheit, der Vater, der Herr, das Absolute; alles dies sind verschiedene Begriffe für ein und dasselbe. Das sind wir.“


Interview mit Eric Leskowitz
von Jason Francis

Eric Leskowitz ist ein Psychiater im Ruhestand, der sich in den USA mehr als 30 Jahre lang mit energetischem Heilen, Meditation und Hypnose befasst hat. Er hat das Integrative Medizinprojekt in der Spaulding-Rehabilitationsklinik in Boston, Massachusetts, gegründet und geleitet. Dort hat er 25 Jahre lang im Schmerzmanagementprogramm der Klinik mitgewirkt; darüber hinaus hatte er einen Lehrauftrag in den psychiatrischen Abteilungen der Universitäten Harvard und Tufts.
Auf der Suche nach den Ursachen von Krankheit und Heilung studierte Leskowitz in den 1980er-Jahren energetisches Heilen bei der bekannten Energietherapeutin Rosalyn L. Bruyere. Leskowitz studierte auch klinische Hypnose bei der Amerikanischen Gesellschaft für klinische Hypnose. In seiner medizinischen Praxis integrierte er energetisches Heilen, Meditation und Hypnose in den vielfältigen Ansatz des Schmerzmanagementprogramms von Spaulding. Leskowitz ist Autor mehrerer Bücher, darunter das erst kürzlich (auf Englisch) erschienene The Mystery of Life Energy: Biofield Healing; Phantom Limbs; Group Energetics & Gaia Consciousness (2024).
Jason Francis interviewte Eric Leskowitz für Share International.

Eric Leskowitz

Die Suche nach den Ursachen
Share International: Was hat Sie als konventionell ausgebildeter Arzt und Psychiater daran interessiert, über die materielle Sicht des Lebens hinauszuschauen?
Eric Leskowitz: Ich hatte einen sehr konventionellen und wissenschaftsorientierten Hintergrund. Mein Vater forschte in der Immunologie. Ich liebte es, durch Mikroskope zu schauen und war ein richtig guter Student der Wissenschaft. Ich wählte im College Biologie als Hauptfach und besuchte die Vorbereitungskurse für das Medizinstudium. Aber ich beschloss dann, mir eine Auszeit vom Unterricht zu nehmen, weil ich noch nicht ganz bereit war. Ich bin ein paar Jahre lang gereist und habe Europa, den Nahen Osten und Südasien besucht und gesehen, dass die verschiedenen Länder die Dinge sehr unterschiedlich handhaben.
Als ich zurück ins Medizinstudium kam, hatte ich schon etwas Distanz dazu. Ich bin der Gehirnwäsche entkommen. Im Medizinstudium fiel mir auf, dass viele Krankheiten mit Begriffen gekennzeichnet wurden, von denen ich noch nie gehört hatte. Zum Beispiel „idiopathisch“, was eine extravagante griechische Art ist, zu sagen: „Wir wissen nicht, was los ist.“ Der Tenor des Medizinstudiums war, dass es für viele Krankheiten keine überzeugenden Erklärungen gab. Es war, als würde einem eine Handvoll Karten ausgeteilt, mit denen man nichts anfangen kann.
Bevor ich das Medizinstudium aufnahm, praktizierte ich Transzendentale Meditation und hatte somit schon zu meditieren gelernt. Das hat mir die Augen geöffnet und gezeigt, dass der Verstand wirklich beeinflussen kann, wie sich der Körper fühlt und worauf man achtet. Ich war also wirklich an dieser Verbindung zwischen Körper und Geist interessiert. Aber es war fast nichts bekannt darüber. Nach den Vorlesungen stellte ich Fragen über die Wirkung von Meditation auf Krankheiten. Aber niemand wusste es, weil kaum in diese Richtung geforscht wurde. Diese Fragen waren damals recht naiv, aber 45 Jahre später gibt es Massen von Forschungsberichten.
Ein für mich wichtiges Ereignis war dann, dass ein Freund und Kollege von mir, der Berater war, mich zu einem Vortrag einer Heilerin einlud. Normalerweise wäre ich nie hingegangen, weil Heilen einfach zu sehr nach Hokuspokus und Religion klang; aber weil ich ihm vertraute, ging ich hin. Rosalyn L. Bruyere hielt den Vortrag. Sie war von Los Angeles an die Ostküste gekommen. Sie war wundervoll und erregte meine ganze Aufmerksamkeit, weil sie in Los Angeles mit Ärzten in Los Angeles zusammenarbeitete und die medizinische Fachsprache beherrschte. Sie verstand auch, was auf der unsichtbaren, tieferen Ebene vor sich ging. Sie sprach darüber, wie sich Dinge in einer physischen Krankheit manifestieren und sie erzeugen. Daraufhin studierte ich sieben oder acht Jahre lang bei ihr. Sie kam immer wieder nach Massachusetts und bot fünftägige Intensivkurse an.
Das erste Mal, wenn dir jemand seine Hand auflegt, ist das ganz anders, als man erwarten würde. Man fühlt das Gewicht der Hand und die Körpertemperatur, und es resoniert etwas im Körper, was nicht erklärbar ist, aber dennoch geschieht. Das war für mich der entscheidende Wegweiser.

Der fehlende Bestandteil der westlichen Medizin
SI: Was ist die Lebensenergie?
EL: Die Lebensenergie ist der fehlende Bestandteil der westlichen Medizin. Jede andere Heiltradition auf der Welt hat diese Vorstellung von einer Art Kraft oder Energie, die Heilung bewirkt. Wir haben die Tendenz, den menschlichen Körper als eine komplizierte Maschine zu denken – flicke den defekten Teil und das Ganze wird schon wieder funktionieren. Aber es gibt nichts, was das Ganze wirklich integriert oder zusammenhält. Und das ist der Punkt, an dem uns etwas fehlt und wir von anderen Traditionen über diese Energie lernen müssen. Wir wissen nicht genau, was es damit auf sich hat. Es ist nicht wirklich Elektrizität und auch kein Magnetismus. Sie hat zwar Elemente davon, aber sie ist irgendwie feinstofflicher. Ich denke, dass es wichtig ist für die Wissenschaft und die Medizin, in diese Richtung zu forschen.

SI: Könnten Sie über die verschiedenen Ebenen von Energie sprechen und darüber, woher dieses Wissen kommt?
EL: Weltweit haben verschiedene Kulturen ähnliche Darstellungsweisen dieses Energiefelds entwickelt. Die westliche Wissenschaft nennt es allgemein das „Biofeld“. Die detaillierteste östliche Aufzeichnung kommt aus den Yoga-Traditionen, wo es sieben Energieschichten gibt, die vom physischen Körper, den wir als Biologie kennen (Muskeln und Knochen), bis hinauf zum Geist oder zur Seele reichen. Eine hilfreiche Analogie ist das H2O. Die meisten Leute würden sagen, dass dies Wasser ist. Und in der Regel ist das richtig, aber es kommt auf die Temperatur der Umgebung an. Wenn es eisig kalt ist, dann wird H2O zu Eis, und wenn es kochend heiß ist, dann wird es zu Dampf. Es ist die gleiche Substanz, aber in sehr unterschiedlicher Form, je nach thermischem Energielevel. Der menschliche Körper ist die dichteste Form der Lebensenergie.
Die nächsthöhere Schicht, wenn Sie so wollen, wird in den Yoga-Traditionen Prana genannt. Die Traditionelle Chinesische Medizin nennt es Qi [Tschi ausgesprochen]. Und es gibt eine westliche esoterische Tradition, die es ätherische Energie nennt. Sie ist fast noch physisch, aber nicht ganz. Auf dieser Ebene arbeitet die Akupunktur, und Pranayama [eine Atemtechnik] im Yoga.
Die nächste und noch etwas feinere Schicht ist die emotionale Energie oder allgemein der Astralkörper genannt. Wir spüren alle starke Emotionen in unserem Körper. Es ist also gar nicht so eine abstrakte Vorstellung. Die nächsthöhere Schicht ist der Mentalkörper oder die Gedankenformen, wie sie in der theosophischen Tradition genannt werden. Darüber sind die Schichten der Individualseele und der noch abstrakteren Schichten der Gruppenseelen und das extrem hohe Einheitsbewusstsein. Es ist ein ganzes Spektrum. Die westliche Medizin hat ihren Fokus auf der dichtesten Schicht. Aber ich glaube, dass wir jetzt in einer Phase sind, wo wir uns öffnen und anerkennen, dass es mit diesen feinstofflichen Energien weitaus mehr auf sich hat.

SI: Wie interagieren Biofelder untereinander?
EL: Sie interagieren die ganze Zeit. Alle erfahren Energiefelder, wenn sie mit anderen Menschen zusammen sind – wenn zum Beispiel jemand ihnen oder ihrem persönlichen Raum zu nahe kommt. Man kann sich das so vorstellen, dass jede Person eine Energieblase oder einen Energieballon mit einer Außengrenze um sich herum hat. Wenn sich beispielsweise zwei Menschen sehr nahe kommen, kann man fühlen, wie sie aneinanderstoßen. Und das ist ein Signal. In gewissen Gesellschaften ist es okay, wenn sich zwei Energiefelder berühren, und in anderen ist es das nicht.
Man kann auch vom Energiefeld anderer Menschen beeinflusst werden. Ich habe einmal in einer Forschungsstudie eine Demonstration gemacht, wo ich als Proband mit geschlossenen und verbundenen Augen an eine Maschine angeschlossen war, die meinen Herzrhythmus aufzeichnete. Ich saß einfach da und atmete entspannt. Und dann kam eine Gruppe von Meditierenden herein, die eine herzzentrierte Meditation praktizierten, die sie gelernt hatten. Buchstäblich innert Sekunden, als sie ihre eigene Meditation begonnen hatten, veränderte sich mein Herzrhythmus dramatisch, um im gleichen Rhythmus und synchron mit den andern zu sein. Ich glaube, dass Folgendes geschah. Sie saßen ca. 60 bis 120 Zentimeter von mir entfernt, und unsere Biofelder überlappten sich, sodass die Welle, die sie aufbauten, mein Biofeld zu beeinflussen begann, bis ich mit ihrem Rhythmus oszillierte. Obschon dieser scheinbar leere Raum zwischen uns war, hatte das, was sie innerlich taten, eine große Auswirkung auf meine Physiologie.
Es gibt ähnliche Beispiele, wo die Resonanz zwischen dem Herzrhythmus eines Hundes und eines Menschen dokumentiert wird. Ich glaube, dass diese Art von Interaktion zwischen den Energiefeldern universell ist und für alle lebenden Formen gilt.

SI: Glauben Sie, dass das Biofeld allein aus ätherischer Energie besteht, oder dass es eine Kombination von ätherischer, emotionaler (astraler) und mentaler Energie ist? Ist das Biofeld das, was die Leute unter der Aura einer Person verstehen?
EL: Ich glaube, dass „Biofeld“ eher ein allgemeiner Ausdruck ist, der die physischen Energien, wie Elektrizität, Magnetismus und Licht, sowie die ätherischen Energien, wie Prana und Qi, umfasst. Die feinstofflicheren Energien, wie die astralen und mentalen, gehören ebenso zum Biofeld, wie man in den Diagrammen sehen kann, sie Heiler und Heilerinnen, zum Beispiel Barbara Brennan, benutzen. Aber die weniger dichten Schichten des Biofelds können nicht so leicht wahrgenommen und manipuliert werden, wie die ätherischen.
Irgendwie hilft der Ausdruck „Biofeld“ diese esoterischen Energiekonzepte zu legitimieren, und macht sie der Wissenschaft etwas akzeptabler, weil es wissenschaftlicher klingt als „Aura“, und daher können diese Energien als ein Bereich angesehen werden, der es wert ist, erforscht zu werden. Hoffentlich werden wir eines Tages das Instrumentarium haben, um diese Unterscheidungen zu erfassen. Aber vorläufig müssen wir uns auf Hellsichtige, auf medizinisch Intuitive, und auf große Lehrer und Mystiker des Hinduismus, auf die Traditionelle Chinesische Medizin und, im Westen, auf die Theosophie stützen.

Paradigmenwechsel
SI: Warum zögert die westliche Medizin, diese Energie zu akzeptieren, während sie in Asien so einfach akzeptiert wird?
EL: Es ist ein sehr auffälliger Gegensatz, und irgendwie passt es, weil es komplementär ist. Gegensätze ergänzen sich gegenseitig. Yin und Yang ergeben ein Ganzes. In Asien war man mehr an der feinstofflichen und inneren Welt interessiert, und wir interessieren uns mehr für die äußere Welt.
Warum dieser Widerstand? Wahrscheinlich ist er psychologisch begründbar. Es kann viel erreicht werden, wenn man lernt, die äußere Welt zu manipulieren. Die westliche europäische Kultur entwickelte das Industriezeitalter, und aufgrund des Wertesystems dieser Zeit – Welteroberung und Kolonialismus – kontrollierte sie die Welt durch den Gebrauch von Maschinen, mit Waffen und Fabriken. Und das galt auch für die Medizin, welche den Aderlass oder Medikamente, substanzielle Dinge, benutzte, um Heilung zu erzielen.
Heutzutage hat unser Gesundheitswesen normalerweise Medikation und pharmazeutische Produkte im Fokus, mit den zusätzlichen Optionen der Chirurgie und der Radiotherapie, aber mehr und mehr geht es um den Lebensstil. Ich glaube, es ist menschlich, dass man an etwas hängt, an dem man das ganze Leben gearbeitet und das man entwickelt hat. Es ist schwierig, sprichwörtlich einen anderen Gang einzulegen und Paradigmen zu wechseln. Wir sind mitten in einem Paradigmenwechsel, in dem unser Modell für Gesundheit und Krankheit (eigentlich unser Modell für die Wirklichkeit) sich dramatisch verändert – von einer physischen und mechanistischen, oder was man eine materialistische Anschauung nennt, hin zu einer Geist-Körper-Interaktion, bei der plötzlich die Idee auftaucht, dass Vorstellungen, Gedanken, Emotionen und Energie an erster Stelle stehen, und die sich in der physischen Welt niederschlagen.
Zum Teil ist es einfach ein natürlicher Widerwille, weiterzumachen. Als die Physik begann, die Quantenmechanik als Haupttheorie anzunehmen, sagte einer der Begründer dieser Theorie, Max Planck, sowas wie, dass „Paradigmenwechsel eine Beerdigung nach der anderen mit sich bringen“. Damit meinte er, dass die alte Ordnung sterben und der neuen Platz machen muss. Und ich glaube, wir sind gerade mittendrin.

Weitere Informationen: themysteryoflifeenergy.com

Jason Francis ist Mitarbeiter von Share International und lebt in Massachusetts, USA.


Wir präsentieren hier „Zeichen der Hoffnung“ und „Zeichen der Zeit“, die anderen, früher von Benjamin Cremes Meister bestätigten „wundersamen“ Phänomenen ähneln oder für sich sprechen. Wir stellen sie Ihnen unkommentiert zu Ihrer Information vor.

Japan – Mariko Matsumoto hat am 4. Januar 2025, dem Beginn des neuen Jahres, drei Fotos von Lichtmustern auf einer Hauswand gemacht. Aber nur auf einem davon war dieser Lichtstrahl (links im Bild) zu sehen. Das Foto wurde um 8.14 Uhr aufgenommen.

(Mariko Matsumoto ist Mitarbeiterin von Share International und lebt in Kesennuma, Japan.)

Niederlande – Lichtmuster in Leeuwarden, aufgenommen am 6. Februar 2025 von Cherie de Boer und Jean-Pierre Guiran.

Niederlande – Lichtmuster an einem Haus in der Bekkerstraat in Utrecht, aufgenommen am 6. Februar 2025 von Sabina de Vries.


Wir präsentieren hier eine Auswahl von Zitaten von Maitreya aus seinen Botschaften und Lehren, von Benjamin Cremes Meister und Benjamin Creme (teilweise neu übersetzt) aus Share International und den von ihm herausgegebenen Büchern.

Wir müssen die Seele immer mehr durch uns sprechen lassen und ihre Energie, ihre Einsicht und ihr Bewusstsein aufrufen, indem wir uns mit ihr identifizieren. Wenn wir uns nie mit der Seele identifizieren, wie sollen wir sie erkennen? Wir müssen uns immer mehr als Seele in Inkarnation erfahren und das als die Wirklichkeit erkennen. Sobald es Wirklichkeit ist, wird der niedere Mensch, Mann oder Frau, auf den zweiten Platz verwiesen. Die Persönlichkeit bleibt bestehen, aber sie wird im Verhältnis zur Seele negativ. Die Seele braucht ein Instrument, ein Vehikel, eine starke, ausgesprochene Persönlichkeit, durch die sie sich manifestieren kann. Es handelt sich nicht darum, die Persönlichkeit zu negieren, uns herabzusetzen, jegliche Selbstachtung zu verlieren. Es geht darum, altruistischer, unpersönlicher, objektiver zu werden.
(Benjamin Creme, Die Kunst der Zusammenarbeit)

So werden die Menschen wieder auf den uralten Pfad zur Vollkommenheit zurückkehren, sich von den Verblendungen und Irrtümern der Vergangenheit befreien und den Weg des Verzichts einschlagen, das heißt, all das zu opfern, was das Licht der höheren Erkenntnis verhindert. Von diesem einfachen Pfad hat sich der Mensch weit entfernt, weil er sich von einem rohen Materialismus ablenken ließ, der ihn an den Rand des Abgrunds gelockt hat. Doch, wie sich zeigen wird, hat sich seine immerwährende Göttlichkeit wieder einmal behaupten können und ihn vor dem Untergang bewahrt.
(Benjamin Cremes Meister, „Transformation der Erde“, Share International, Dezember 2010)

Viele Menschen weltweit erkennen jetzt die Notwendigkeit von Veränderungen; sie erkennen, dass Teilen und Gerechtigkeit eine Voraussetzung für den menschlichen Fortschritt sind. Schon diese Erkenntnis wird eure Welt verändern. Viele haben jedoch vergessen, dass der Mensch ein Gott ist, dass dieses göttliche Wesen in allen Menschen lebendig ist, und bestreiten daher diese Wahrheit. Macht eure Einstellung bekannt, meine Freunde, und zeigt euer Licht in der Welt.
(Maitreya, Botschaft Nr. 115)

Weil wir in Politik und Wirtschaft uns fast nur noch von materialistischen Prinzipien haben leiten lassen, sind wir in diesen kritischen Zustand geraten, den wir jetzt erleben. Wir brauchen eine spirituelle Politik und eine spirituelle Wirtschaft, die auf Teilen, Gerechtigkeit und Freiheit für alle Menschen beruht. Das ist Maitreyas. Ziel. Lieben heißt Handeln durch gerechtes Teilen. Das ist der Weg zum Frieden.
(Benjamin Creme, Share International, April 2009)

F. (1) Wie ist die Menschheit eigentlich vor 98 000 Jahren „vom Weg abgekommen“, und (2) wie wird sie ihn nun „wiederfinden“? (Mai 2001)
A. (1) Das geht zurück auf das Ende der atlantischen Zivilisation, die 12,5 Millionen Jahre existierte. Nachdem die Menschheit unter dem Stimulus der Geistigen Hierarchie, die damals offen unter den Menschen lebte, fast immer dem geistigen Pfad gefolgt war, entwickelten sich allmählich zwei Lager. Die einen folgten weiterhin dem geistigen Weg, und die anderen verfielen mehr und mehr dem Einfluss der Herren der Stofflichkeit (gewöhnlich die Kräfte des Bösen genannt). Ein großer Krieg entbrannte. Die Meister der Hierarchie beschlossen, sich in die Gebirge und Wüsten zurückziehen, wo ihre Gruppen größtenteils heute noch leben. Seit jener Zeit versank die Menschheit langsam immer tiefer im Materialismus (im weitesten Sinne). Wir stehen heute vor der größten Krise unserer Geschichte – eine im Wesentlichen geistige Krise, die sich derzeit jedoch in unseren politischen und wirtschaftlichen Systemen widerspiegelt.
(2) Unter der Anleitung und dem Stimulus Maitreyas wird die Menschheit mit der Zeit begreifen, wie zutiefst materialistisch und ungeistig unsere Institutionen, Werte und Lebensweisen sind. Er wird uns dazu inspirieren, Teilen, Gerechtigkeit und Frieden für alle als Voraussetzung für ein geistiges Leben anzuerkennen.
(Benjamin Creme, Die Kräfte des Lichts sammeln sich)

Die Konkurrenz muss der Zusammenarbeit weichen. Es ist vor allem die Konkurrenz – die auf Gier und Furcht basiert –, die die wichtigste Entwicklung der Menschheit behindert, die Demonstration ihres Einssein, ihres Gefühls, Teil einer gemeinsamen Gruppe zu sein. Das muss sich ändern. Sobald das geschieht, werden die Menschen erkennen – und die Meister werden das beispielhaft belegen –, dass die Seele existiert.
(Benjamin Creme, Die Kräfte des Lichts sammeln sich)

Die heute ständig zunehmende Kommerzialisierung jedes Lebensaspekts ist an sich schon eine „Zeitbombe“, die, wenn sie platzt, die derzeitigen Wirtschaftsstrukturen in die Knie zwingen wird. Diese Zeit ist nicht mehr fern. Die Spannungen, die dieser tiefe Materialismus erzeugt, sind so immens, dass das Gleichgewicht zu kippen droht. Die meisten Menschen sind sich dieser Kräfte nicht bewusst, da sie in den Aufbau dieser Spannungen selbst zutiefst involviert sind.
Damit eröffnet sich der Menschheit der einzig natürliche Weg, der darin besteht, das Prinzip des Teilens anzunehmen. Diese Erkenntnis drängt sich den Menschen zusehends auf, auch wenn sie von der Umsetzung dieser Erkenntnis noch weit entfernt sind.
(Benjamin Cremes Meister, „Probleme, die dringendes Handeln erfordern“, Share International, Mai 2013)

Wenn man immer nur nach außen schaut, verliert man das innere Selbst aus den Augen. Dann wird das Leben zu materialistisch. Wenn das Gegenteil der Fall ist, wenn man die meiste Zeit nach innen schaut, verliert man die Verbindung zur äußeren Wirklichkeit. Durch ein Gleichgewicht zwischen innen und außen kommen Verstand, Gemüt und Körper in ein richtiges Verhältnis. Dieser Gleichgewichtszustand muss gehalten werden.
(Benjamin Creme, Maitreyas Lehren – Die Gesetze des Lebens)

F. (1) Ist es möglich, sein Herz zu entwickeln? (2) Wie kann ich von meinem Herzen aus für andere, für die Welt empfänglicher werden?
A. (1) Ja. (2) Meditieren Sie mehr. Setzen Sie sich mehr für andere ein. Lernen Sie, den Unterschied zu erkennen zwischen einer gefühlsmäßigen Reaktion (aus dem Solarplexus) und einer geistigen Reaktion aus dem Herzzentrum. Entwickeln Sie Sensitivität für letzteres. Entwickeln Sie die Fähigkeit zur Integration. Versuchen Sie, nicht vor unangenehmen oder schmerzlichen Tatsachen zurückzuscheuen. Versuchen Sie, nicht selbstgefällig zu sein. Versuchen Sie, keine Angst zu haben oder sich zu schämen, wenn Sie Liebe empfinden, sie auch zu zeigen.
(Benjamin Creme, Share International, Januar/Februar 2006

Ist es nicht so, dass ihr bereits von Liebe gehört habt, aber es schwierig findet, sie zu leben?
Warum denn, meine Freunde, wenn eure Natur doch Liebe ist?
Dem Wesen nach seid ihr Gott, und Gott und Liebe sind eins.
Offenbart das, was ihr seid, meine Brüder und Schwestern, und werdet die Götter, die ihr seid.
Es gibt keinen schnelleren Weg zu Gott, als Liebe, Gerechtigkeit und Dienen zu verwirklichen.
Dient und wachst in Liebe, meine Freunde, und erkennt eure Göttlichkeit.
(Maitreya, Botschaft Nr. 106)

Wir müssen politische, wirtschaftliche und soziale Systeme schaffen, die es dieser inneren Göttlichkeit ermöglichen, sich in ihnen auszudrücken.
(Benjamin Creme, Maitreyas Mission, Band eins)

Die Geißel des Wettbewerbs hat ihre Ursache in zwei Dingen: Habgier und Angst. Gier ist die Folge von Angst. Angst ist der grundlegende Ausdruck all dessen, was sich gegen das Leben richtet. Fällt die Angst weg, wird die Energie des Lebens freigesetzt. Aus diesem Grund basiert das kapitalistische System auf der Idee der Befreiung des Menschen, um ihm die Möglichkeit zur Entdeckung seiner Kreativität zu geben. Allerdings wird dies nur unter rein individuellen und materialistischen Gesichtspunkten betrachtet; der Seelenaspekt, der sich kollektiv äußert, wird dabei ausgeklammert. Die Individualität, auf die jeder so stolz ist, muss in den Dienst der Gruppe gestellt werden. Wenn dies geschieht, ändert die Individualität ihren Charakter. Statt zu konkurrieren, beginnt sie zu kooperieren. Sie bringt den göttlichen guten Willen zum Ausdruck.
(Benjamin Creme, Die Kunst der Zusammenarbeit)

Das Wunschprinzip ist sehr mächtig und drückt sich instinktiv durch Wettbewerb aus. Es könnte kooperieren, aber wenn es meint, dass es etwas braucht, oder wenn es etwas unbedingt haben will, greift es zu und kämpft darum, tötet, falls nötig, verletzt und zerstört. So verläuft die menschliche Lebensgeschichte, bis das Stadium erreicht wird, in dem sich die Seele – der göttliche Aspekt, dessen Wesen der gute Wille ist – offenbart. Wie der Meister sagt: „Zusammenarbeit ist Ausdruck des göttlichen guten Willens.“ Die Seele demonstriert den guten Willen, der uns zur Zusammenarbeit veranlasst. Für die Menschen – in ihren physischen Körpern und mit ihren vorwiegend astral gelenkten Persönlichkeiten – ist es sehr schwierig, die Natur der Seele klar zu erkennen und zu verstehen, außer vielleicht intellektuell. Die Seele besitzt Weitblick; sie kann sich niemals als abgesondert empfinden.
(Benjamin Creme, The Awakening of Humanity)

F. Ich habe gelesen, dass Maitreya, Ihr Meister und Sie selbst die Kommerzialisierung für destruktiv halten. Warum? Die Welt hat immer Handel getrieben. Was ist eigentlich falsch an der Kommerzialisierung? (Oktober 2011)
A. Es gibt einen Unterschied zwischen Handel und der Auswirkung der Kommerzialisierung. Handel ist ein legitimer Weg um Waren und Güter auszutauschen, und existiert, wie Sie sagen, schon seit Jahrtausenden. Kommerzialisierung ist eine Situation, in der das Bestreben, Geld (Profit) zu machen, in jeden Bereich des Lebens eindringt. Selbst Gesundheitsfürsorge und Erziehung werden diesem groben Materialismus unterworfen. Zurzeit kennt die Kommerzialisierung keine Grenzen und entzieht sich jeder Kontrolle. Jede Dienstleistung wird wie eine Ware behandelt, die beliebig gekauft und verkauft werden kann. Diese entwürdigende Praxis ist der Kern unserer heutigen Probleme.
(Benjamin Creme, Share International, Dezember 2011)

Heute befindet sich praktisch jeder in einem disharmonischen Zustand, weil die ganze Welt völlig aus dem Gleichgewicht geraten ist. Darin besteht unsere spirituelle Krise. Wir müssen die ökonomischen Strukturen der Welt ändern – nicht nur, weil es mehr als recht wäre, da sie zutiefst böse und ungerecht sind, sondern auch, weil wir andernfalls die Welt zerstören. So einfach ist das. Wir müssen sie ändern, damit die Menschheit anfangen kann so zu leben, wie wir (als Seelen) es beabsichtigen – in einer Gesellschaft, die auf Harmonie und daher auf Gleichgewicht basiert. Mit diesem Gleichgewicht wird uns mehr und mehr bewusst, wer und was wir wirklich sind. Unsere Krise, unser heutiges Problem besteht darin, dass wir nicht wissen, wer wir sind.
(Benjamin Creme, Maitreyas Mission, Band drei)


von Meister –, übermittelt von Benjamin Creme

Viele machen inzwischen die Erfahrung, dass die Welt „sich schneller dreht“. Ereignisse folgen in einem solchen Tempo aufeinander, dass nur wenige die Zusammenhänge sehen und begreifen können. Dem normalen Bürger geht die Fähigkeit ab, sich einen Überblick zu verschaffen, um die Bedeutung gewisser zentraler Ereignisse erfassen zu können und mit der Welt im Ganzen in Verbindung zu bringen. Außerdem fehlt es vielen an einem Gespür für die Unvermeidlichkeit dieser Vorgänge, sie sind nur bestürzt und wie betäubt, weil sie ihnen völlig willkürlich erscheinen. Hilflos sehen sie zu, während das Drama der Weltveränderung sie überwältigt und mit Furcht erfüllt.

Nicht ohne Grund hat man diese Phase „Endzeit“ genannt; für viele bedeutet sie das Ende all dessen, was ihnen lieb und teuer ist. Sie ist aber auch die Zeit des Wandels, das Ende all dessen, was dem weiteren Fortschritt der menschlichen Spezies im Wege steht.

Maitreya hat gesagt: „Mein Kommen bedeutet Wandel, aber, auch Kummer über den Verlust der alten Strukturen. Doch die alten Flaschen müssen zerbrochen werden, meine Freunde – der neue Wein verdient bessere.“* Wir erleben jetzt die Zerstörung all dessen, was den Fortschritt des Menschen hemmt, sein Verständnis einschränkt und ihn davon abhält, seine angeborene Göttlichkeit zu manifestieren. Wir beobachten, wie sich neue Gedanken- und Empfindungsmuster herausbilden, wie eine neue Wahrnehmung entsteht, und daraus werden sich die neuen Lebensformen, die relevanten Strukturen entwickeln, mit denen sich die Hoffnungen und hohen Ziele der Menschen besser verwirklichen lassen. Dieser Prozess ist jetzt im Gang. Der Druck steigt. Daher die Hektik.

Wir sind im Hintergrund tätig. Voller Liebe senden wir die Kräfte, die alte, ausgediente Formen zerstören. In Liebe sehen wir zu, wie die totalitäre Habgier zusammenbricht. Mit Sorgfalt und Liebe kontrollieren wir den Druck, der die Welt zerstören könnte.

Immer wieder erhöhen wir die Spannung und beobachten, wie die Menschen auf die höhere Frequenz ansprechen. Soweit wie möglich setzen wir die Kräfte frei, die die Herzen und Köpfe derer, die der Welt dienen, wohltuend beeinflussen, und steigern damit ihre Arbeitsfähigkeit. So wird eine Welt aufgebaut, die den neuen menschlichen Bedürfnissen besser gerecht wird.

Die nächsten Jahre sind entscheidend für die weitere Entwicklung dieser Welt. Vieles hängt davon ab, ob die Menschheit auf die Inspiration und Anleitung des Christus richtig reagiert. Wenn der Mensch will, kann die Umformung der bestehenden Strukturen zügig und unter minimalem Druck erfolgen; wenn er die Notwendigkeit des Wandels bereitwillig akzeptiert, wird das möglich sein. Allerdings sehen nicht alle Menschen die Welt im gleichen Licht, und manche werden die nötigen Veränderungen für Rückschritte halten, gegen die man sich entschieden wehren muss. Wer aber entscheidet dann?

Der Mensch muss selbst über das Tempo und den Umfang der Veränderungen entscheiden. Auf diese Weise wird der freie Wille nicht angetastet. Allmählich werden die Menschen die Unvermeidlichkeit eines radikalen Wandels einsehen, und dass er, umso erfreulicher sein wird, je früher er eintritt.

* aus: Maitreyas Botschaft Nr. 82
(Share International, November 1991)


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